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18.06.10, freitag

13:35 uhr, es klingelt - ende der 7. stunde. meine unterlagen habe ich schon 5 minuten vor unterrichtsschluss kreuz und quer in meine tasche gestopft und ich scheuche nun meine schüler wie eine wildgewordene hornisse aus dem klassenraum. während ich die klassentür von außen abschließe, rechne ich schon in gedanken aus, wie viele minuten ich vom fußball-spiel verpassen werde und wie viele tore bis dahin für deutschland gefallen sein könnten. ich komme auf 9. laufe - nein, renne dann richtung lehrerparkplatz, da kommt ein 5.klässer steil von links angestürmt. kurzer zusammenstoß. er: "frau klein, sie wollen doch nicht etwa schnell nach hause, um das spiel zu sehn? in der turnhalle läuft es doch schon seit 10 minuten auf leinwand!" eine ordentliche kehrtwende hingelegt. den schüler noch überholt. mich mit ca. 150 5.- und 6.klässern durch die enge turnhallen-eingangstür gequetscht. natürlich vorgedrängelt. tollen platz ergattert - zwischen unseren sportlehrern und dem hausmeister. schüler machen unglaublichen lärm - 10.000 vuvuzelas sind dagegen wie ohrenbalsam.
16. spielminute: man sieht den ball im tor, kinder rasten jetzt RICHTIG aus, erst 5 minuten später bemerkt jemand, dass es immer noch 0:0 steht.
25. spielminute: alle 1., 2., 3. und 4. klassen betreten nacheinander die turnhalle.
37. spielminute: das aus für klose. kinder nicht mehr zu bändigen.
39. spielminute: tor für serbien. was ist eigentlich mit den franzosenkindern los? alle fallen deprimiert in sich zusammen. ich kann also nach 20 minuten meine zeigefinger wieder aus meinen ohren nehmen. die lautstärke wird spürbar erträglicher.
40. spielminute: ein kollege verteilt schwarz-rot-gold-farben in kinder-gesichtern. und in meinem. party-alarm. stecke meine zeigefinger zurück in meine ohren.
59. spielminute: poldi verschenkt den elfer. klamotten und ranzen fliegen durch die luft. keine sicht mehr auf die leinwand. ich schleiche mich durch den notausgang raus.
61. spielminute: alleine. in meinem lieblingsauto. mit meinem lieblings-radiosender. mitleids-sms von einem kollegen. breites grinsen in meinem gesicht. natürlich hatte ich niemandem erzählt, dass ich für serbien bin, denn nur wenn deutschland gruppenzweiter wird, gibts die chance drauf, dass die mannschaft an meinem geburtstag im viertelfinale spielt. I love serbien. ole ole.
18.6.10 16:05
 


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